Barf

23. Februar 2010


Schon bevor Luna damals als Welpe bei uns einzog habe ich mir viele Gedanken über die Ernährung gemacht. Ich wollte unserem Welpen das Bestmögliche für seine Entwicklung bieten.
Dabei musste ich lernen wieviel Unsinn uns auf dem Futtermarkt angeboten wird, in teuren Hochglanzverpackungen mit alles anderem an artgerechtem Inhalt. Diesem Thema möchte ich allerdings später einen eigenen Artikel widmen.

Nachdem Mex bei uns einzog und wir schnell feststellen mussten, dass dieser Hund so ganz anders ist als “normal”, haben wir viel recherchiert was sein Stressverhalten positiv beeinflussen kann. Neben Trainingsübungen stießen wir immer wieder auch auf die Ernährung.
Nachdem auch unsere Hundetrainerin uns ans Herz legte auf BARF umzustellen, haben wir es in Angriff genommen.

BARF steht als Abkürzung für “Bones and raw food” – eingedeutscht “Biologisches, artgerechtes, rohes Futter”.
Wie der Name schon sagt wird der Hund beim Barfen mit Rohfutter, bestehend aus Frischfleisch, Knochen und auch pflanzlichen Stoffen ernährt.
Diese Fütterungsart war bis vor einigen Jahren in Deutschland völlig unbekannt, inzwischen kennt nahezu jeder Hundehalter diese Art der Fütterung, vor allem wer sich in den Hundeforen im Internet informiert.
Die Meinungen zur Rohfütterung sind vielfältig. Auch ich war skeptisch, schließlich hatte ich bisher alle Hunde mit Fertigfutter ernährt und alle waren gesund und wurden überdurchschnittlich alt für die jeweilige Rasse. Aber ich wollte es versuchen.

Da die Meinungen so vielfältig sind, gibt es selbst unter den Befürwortern des Barfens oft Uneinigkeit. Für Anfänger ist es sehr schwer einen Durchblick zu bekommen, zu widersprüchlich sind die verschiedenen Aussagen.
Ich habe mir letztendlich all das aus sämtlichen Empfehlungen herausgepickt was mir am meisten zugesagt hat und auch auf meine Hunde passte.
Begonnen mir Wissen über BARF anzueignen habe ich mit der uneingeschränkt empfehlenswerten Broschüre von Swanie Simon

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Diese Broschüre enthält eigentlich alles wissenswerte, gewissen Feinheiten kann man sich auf vielen verschiedenen Internetseiten und Hundeforen zusammentragen, mehr braucht es eigentlich nicht.

Ungefähr 2 Wochen hat es gedauert bis die Ernährungspläne für meine beiden standen und ich konnte es kaum abwarten sie umzustellen.
Die ersten Wochen habe ich auf die Fütterung von Knochen verzichtet, ich wollte die beiden und ihre Verdauung nicht überfordern.
Die Umstellung verlief problemlos – nur Luna hat sich zeitgleich wohl einen Magen-Darm-Virus eingefangen und hat mich die ganze Nacht nach dem ersten BARF-Tag auf Trab gehalten. Unsere Tierärztin war fest davon überzeugt dass es ein blöder Zufall war und nicht an der Umstellung lag.

So verging die erste Zeit mit BARF und schon nach ungefähr 14 Tagen konnten wir an beiden Hunden Veränderungen feststellen.
Optisch erschienen sie gesünder, obwohl Lunas Fell schon immer bilderbuchmäßig erschein, glänzte es nun noch toller, wirkte einfach nur kräftig und gesund. Und Mex, dessen Fell immer stumpf war, bekam auch etwas Glanz.
Die optischen Veränderungen waren aber weniger erstaunlich als die Veränderungen im Verhalten. Beide Hunde wirkten ausgeglichener, zufriedener. Selbst Luna, an deren Verhalten wir eigentlich nichts auszusetzen gehabt hätten.

Die massivste Veränderung machte jedoch Mex durch. Plötzlich war er auch in Reizsituationen besser ansprechbar, sein gesamter Stresspegel hatte sich reduziert.
Ab diesem Zeitpunkt war erst wirkliches Training mit ihm möglich muss ich im Nachhinein feststellen.
Natürlich ist deswegen nun nicht alles “ganz einfach” mit ihm, aber es ist “einfacher” geworden und das ist schon eine große Erleichterung.

Nach ungefähr 4 Wochen habe ich begonnen Knochen zu geben und es wurde von beiden sofort problemlos vertragen.

Luna hat seit der Umstellung auf BARF keinerlei Gewichtsprobleme mehr. Zu Zeiten der Fertigfütterung mussten wir Leckerchen wohl dosiert geben, am besten jedes einzelne von der täglichen Futterration abziehen.
Sie hatte immer 1-3 kg zu viel auf den Rippen.
Nun, nach nicht einmal 6 Monaten Barfen, hat sie ihr absolutes Idealgewicht ohne Diät erreicht und Leckerchen setzen viel weniger an als vorher.

Wir sind rundherum glücklich diesen Schritt gegangen zu sein, es ist eine Freude zu sehen wie gut es den Hunden mit dieser Art der Fütterung geht.
Seither wird ungefähr alle 4 Wochen unsere Küche in eine Fleischerei verwandelt, immer dann wenn die neue Fleischlieferung eintrifft und portioniert werden muss.
Das ist der einzige wirkliche Mehraufwand im Vergleich zur Fertigfutterfütterung, die tägliche Fütterung mit BARF nimmt nicht merklich mehr Zeit ein.

Wir können jeden Hundehalter nur dazu ermutigen BARF auszuprobieren!

Über Luna

22. Februar 2010


Name: Luna

Geburtsdatum: 15.10.2007

Rasse: Labrador Retriever

Farbe: schwarz

Geschlecht: weiblich

Risthöhe:

Gewicht: 27 kg

Hobbys: Fressen, Fressen, Fressen, Fressen ;-) , Apportieren, Schwimmen

Labrador

Ende 2007 haben wir uns entschlossen einen Hund in unsere Familie aufzunehmen. Ein Labrador sollte es sein.
Schnell fanden wir Kontakt zu einem jungen Wurf von 7 süßen Labradorwelpen und haben unsere Luna das erste Mal im Alter von 4 Wochen gesehen.
Wir haben uns sofort in sie verliebt und dem Tag entgegen gefiebert an dem wie sie endlich mit zu uns nach Hause nehmen konnten.

Am 14. Dezember 2007 im Alter von 8 1/2 Wochen war es dann soweit, Luna zog bei uns ein.
Die Tage zuvor hatten wir schon alles für den Neuankömmling vorbereitet. Zwei kuschelige Körbchen jeweils im Wohnzimmer und im Schlafzimmer, Näpfe und Spielsachen warteten auf ihren neuen Besitzer.

Labradorwelpe

Luna hat sich sehr schnell bei uns eingelebt. Die Nächte verliefen sehr ruhig, sie hat sofort von ca. 23 Uhr bis 6 Uhr durchgeschlafen. Ohne Gejaule und ohne ihr kleines oder großes Geschäft in der Wohnung zu verrichten.

Mit der Stubenreinheit lief es auch sehr gut, sie hatte schnell verstanden, dass draußen der richtige Platz für Pfützchen und Häufchen ist, es passierten selten Malheure, wenn dann durch unsere Unachtsamkeit.

Wir hatten viel Freude mit diesem kleinen quirligen Welpen und haben unsere Entscheidung keine Sekunde bereut.

Im Januar 2008 starteten wir in einem Hundeverein in der Nähe mit der Welpenschule, gefolgt vom Junghundekurs bis wir dann in der Basisgruppe angelangt, unsere Aktivitäten in dem Hundeverein eingestellt haben. Warum und weshalb, davon werden wir in einem eigenen Artikel berichten.

Luna ist nun fast 2 1/2 Jahre alt und ein toller Hund geworden. Sie ist kerngesund, verträglich mit allem und jedem.
Natürlich hat sie auch ihre Macken, aber ist im Grunde pflegeleicht.
Zu ihren Macken gehören vor allem Sturheit und dass sie in manchen Situationen ängstlich reagiert. Die labradortypische Gier nach allem Essbaren möchten wir hier nicht dazu zählen, das liegt einfach in den Genen dieser Rasse ;-)

Worum gehts hier?

21. Februar 2010


Dieser Blog ist ausschließlich Hunden gewidmet.

Ich möchte hier sowohl über das Leben und den Alltag mit meiner Labradorhündin Luna berichten, aber auch allgemein über Hundethemen.

Dieser Blog soll Hundehalter und alle Interessierten ansprechen, die gerne unsere Geschichten verfolgen möchten.
Vielleicht können sich andere Hundehalter hier Anregungen holen, finden gute Tipps und Ratschläge.

Viel Spaß auf dog-blogs.de!